Die Seerose – der Müther-Bau in Potsdam

Kennt Ihr die Seerose ?

Die „Seerose“ ist ein Bau der Ostmoderne (wie man heute sagt). Im Dehio heißt es sachlich:

„Uferpavillon an der Neustädter Havelbucht. Betonschalenbau aus acht
geschwungenen, sich zur Mitte verjüngenden Halbröhren mit verglasten
Stirnwänden, D. Athing, U. Müther (Dachkonstruktion), 1983; ähnlich dem
ehem. „Ahornblatt“ in Berlin (1970–73, Abriss 2000).“   

Das Gebäude des Restaurants ist achtfach gefaltet leicht und fließend wie Stoff lässt es die schwere Masse wirken. Die Betonteile wurden vor Ort hergestellt, um eine Stabilität zu erreichen wurden diese auf 104 Betonpfeiler verteilt. Wegen der geplanten Nutzung als Restaurant blieb der Innenraum „frei“ und lies den Blick auf die Konstruktion zu.“

 

Das oben erwähnte Ahornblatt in Berlin war eine  Institution und der Abriß ist aus heutiger Sicht kaum nachvollziehbar. Man kann froh sein, dass der Seerose dieses Schicksal erspart geblieben ist. Zum 30-jährigen Bestehen wurde das Restaurant umgebaut und saniert. Als ich am Wochenende die Fotos gemacht habe, war die Terrasse voll mit Gästen und die Frühlingsstimmung mit den Händen greifbar. Meine Empfehlung: setzt Euch auf die Terrasse und genießt den Blick auf die Havelbucht.

Wenn Ihr Eure Fotos gemacht habt, gönnt Euch ein Eis oder einen Kaffee, bevor es zum nächsten Fotospot geht.

Im Hintergrund seht Ihr schon die sogenannte Moschee, im Inneren verbirgt sich eine Dampfmaschine.

Das Innerer der Seerose hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert, 2020 sieht es so aus.

Ein hübsches Detail aus DDR-Zeiten ist dieser Türgriff. Hoffentlich überlebt er auch weiterhin.

Wo findet Ihr die Seerose?

Adresse:

Seerose Potsdam

Breite Str. 24
14467 Potsdam

Anfahrt vom Bahnhof:

Viele Wege führen zur Seerose, leider keiner direkt. Daher ist es schwer zu beschreiben, man muss auf jeden Fall umsteigen und laufen.

Öffnungszeiten:

in den Nicht-Corona-Zeiten:

Mo Ruhetag | Di – Do 17 – 22 Uhr | Fr 16 – 22 Uhr | Sa & So 12 – 22 Uhr

Nachlesen: 

Wer sich für die städtebaulichen Aspekte interessiert, dem kann ich das Buch „Das andere Potsdam“ empfehlen. Es erschien 2016 im Vergangenheitsverlag. Dort kann man auch nachlesen wie der Bau zustande kam und wie der Innenraum ursprünglich ausgesehen hat.

 

 

 

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