Das Belvedere auf dem Pfingstberg- Potsdams schönste Aussicht

Das Belvedere auf dem Pfingstberg- Potsdams schönste Aussicht

Hintergrund:

Das historische Pfingstberg-Ensemble mit Schloss Belvedere, Pomonatempel und Lenné-Garten wird einer der schönsten Orte sein, den man im Potsdam besuchen kann. 1847 wird mit dem Bau des Belvedere Pfingstberg begonnen. Auftraggeber Friedrich Wilhlem IV. weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass er die Fertigstellung im Jahre 1863 nicht mehr erleben wird. An beeindruckender Erscheinung musste der „unfertige Bau“ jedoch nicht einbüßen. Noch heute überrascht das Belvedere Pfingstberg seine Besucher mit einer imposanten Architektur, die mit ihrem hellen Sandstein kurz darüber hinwegtäuscht, dass sie nördlich und nicht südlich der Alpen errichtet wurde. In über 100 Metern über dem Meeresspiegel genießen jährlich mehrere Zehntausend Besucher von den Schlosstürmen „Potsdams schönste Aussicht“ im UNESCO-Welterbe.

Wer den Pfingstberg in Potsdam erklimmt, ist nicht nur von der imposanten Architektur des Schlosses Belvedere hingerissen. Am Südhang wartet eine im Verhältnis zwar kleine, aber nicht weniger schöne Schatzkiste auf den Entdecker: der Pomonatempel. Dieser ist wahrlich etwas Besonderes, denn er ist das im Jahr 1801 erste ausgeführte Bauwerk des Architekten Karl Friedrich Schinkel.

Ich bin wirklich sehr gern an diesem Ort und fotografiere ihn immer. Da ich im Förderverein bin, verbringe ich dort regelmäßig Zeit und entdecke immer neue Blickwinkel. Aber auch von außen gibt es schöne Motive. Hier eine wirklich kleine Auswahl.

Regelmäßig werden Mondnächte angeboten (mit Eintritt, Musik und Wein) und die Nachtaufnahmen sind den Besuch wert.

So kommt man zum Pfingstberg:

Tram 92 oder 96
Haltestelle Puschkinallee
Haltestelle Am Schragen

Bus 603
Haltestelle Höhenstraße

Wassertaxi
Haltestelle Cecilienhof – Meierei
(ca. 15 min Fußweg zum Belvedere)

„Narziss-Brunnen“ von Hubert Netzer (1865-1939)

„Narziss-Brunnen“ von Hubert Netzer (1865-1939)

Eine Oase im Schloss Cecilienhof ist der Prinzenhof mit dem ihm vorgelagerten Prinzengarten. Er ist durch eine geräumige dreibogige Arkadenhalle zu betreten und von der malerischen Backstein- und Fachwerkarchitektur des Cecilienhofes umrahmt, dazu kommt eine aufwendige Bepflanzung mit leuchtend bunten Sommerblumen und fantasievoll beschnittenen kleinen Taxusbäumen.

 

Hier findet man die bronzene Skulptur des in sein Spiegelbild verliebten Narziss auf dem Brunnenbecken in der Mitte des Hofes. Die Statue hat eine besondere Geschichte, denn sie ist keinesfalls ein Unikat.

Bildhauer war der Münchner Hubert Netzer (1865-1939), die das Motiv zwei Mal gießen lies. Eine Statue steht vor dem Arkaden- und Laubengang des Bayerischen Nationalmuseums aufstellen. Die zweite erwarb das Kaiserhaus für den Rosengarten der Kaiserin Auguste Viktoria (1858-1921) unweit des Neuen Palais im Park Sanssouci. Hier wurde der Brunnen im Jahre 1904 aufgestellt. 1976 kam der Narziss ins Schloß Cecilienhof.

Narziss ist in der griechischen Mythologie der schöne Sohn des Flussgottes Kephissos und der Leiriope, der die Liebe anderer zurückwies und sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte. Er wurde von Jünglingen und Mädchen gleichermaßen umworben, war aber von trotzigem Stolz auf seine eigene Schönheit erfüllt und wies all seine Verehrer und Verehrerinnen herzlos zurück. 

Meine Fotos entstanden zu verschiedenen Tageszeiten. Am besten hat mir die Stimmung am Morgen gefallen, zumal ich um 8.30 Uhr neben dem Härter und einen weiteren Fotografen allein dort war. 

Die etwas kühleren Bilder entstanden im Laufe des Tages, bei gemischtem Wetter.

Man erreicht den kleinen Innenhof von der Seite des Jungfernsee sehr bequem, ich laufe diese Strecke recht gern. Natürlich kann man auch von der Straßenseite kommen, am besten Ihr schaut in die Karten-App, aber es müßte die Haltestelle „Potsdam, Schloss Cecilienhof“ sein. 

Zur Sicherheit hier die Adresse:

Schloss Cecilienhof
Im Neuen Garten 11
14469 Potsdam 

Die Öffnungszeiten für den Garten und Innenhof sind nicht an die des Schlosses gebunden (nehme ich an), sondern eher an die des Parks von Sanssouci.

Mehr zu Cecilienhof könnt Ihr auch auf meinem Potsdamer Blog erfahren. 

Zur Zeit läuft im Museum Barberini eine große Barock-Ausstellung. Das Motiv des Narzissmus steht dort im Mittelpunkt, diesmal auf dem berühmten Gemälde von Caravaggio. 

Ich hoffe, der Fotospot hat Euch gefallen. Hinweise könnt Ihr gern im Kommentarfeld hinterlassen.